Canon EOS 1D X im Profi-Alltag
Die ersten EOS-1 D X sind bei unseren professionellen Kunden – seit der UEFA-EURO 2012 – im harten täglichen Einsatz . Die großen internationalen Bildagenturen haben hier eine besondere Koopperation mit CANON CPS gehabt und beide Partner konnten eine große Menge an praktischen Erfahrungen im Einsatz dieser neuen Kamera sammeln. Bisher ist die Begeisterung auf beiden Seiten mehr als RIESIG und alle sind wirklich zu 1.000% zufrieden.
Ganz besonders spannend ist die Rolle der EOS 1D-X als Remote-Kamera bei Sporteinsätzen wie jetzt bei den Olympischen Spielen in London. Reuters plaziert die Kamera an den unterschiedlichsten Plätzen in den Sportstätten, teilweise auf Befestigungen in luftiger Höhe mit motorischen Dreh- und Kippfunktionen . Ein riesiger technischer Aufwand wird für das beste Bild getrieben.
Über die LAN-Buchse oder das optionale WLAN lassen sich für diesen Zweck zwei Betriebsarten wählen.
1. Die Kamera agiert als Server und über jeden Internet-Browser kann man direkt auf die Kamera zugreifen – IP eintippen, Benutzername und Passwort (legt der Fotograf vorher fest) angeben – und schon lassen sich die Bilder auf der Speicherkarte ansehen, auswählen und herunterladen. Dies ist eine Option für noch schnelleren Bildzugriff für die Editoren am Picture-Desk der Agentur. Ebenfalls möglich ist das Auslösen und Einstellen der Kamera in dieser Betriebsart incl. Live-View.
2. Die Kamera erhält vom Fotografen die Daten eines ftp-servers, auf den die Bilder geladen werden sollen. Es können Ordner angelegt und benannt, Passwort und Benutzername für den ftp hinterlegt und die hochzuladenden Bilder nach unterschiedlichen Kriterien (Ordner, alle, nur markierte,…) ausgewählt werden
Gerade die großen Agenturen nutzen den in London standardmäßig an den Fotografenarbeitsplätzen verlegten LAN Anschluss, um Ihre Kameras zu verkabeln. So kann der Bildetitor schnellst möglich die Daten abgreifen und innerhalb von wenigen Sekunden die besten Bilder die ganze Welt schicken.
Einen tollen Einblick in diese Technik vermittelt ein BLOG der REUTERS-Fotografen hier oder hier.
Neu sind jetzt auch einige Filme, die die ferngesteuerten Kameras im Einsatz zeigen.



Mit erstaunen habe ich zur Kenntniss genommen, dass der AF der 1DX bei f8 nicht mehr arbeitet. Ein Kauf dieser Kamera ist für mich deshalb ausgeschlossen. Wenn Canon das nicht ändert, bleibt für mich nur der Wechsel zu Nikon. Bei f8 glaube ich funktioniere 6 AF Messfelder. Ich fotografiere zu 75% mit EF 4,0/600 mm + 2x Konverter. Kameras EOS 1D Mark IV und EOS 1 DS Mark II.
Bei der 1D Mark IV in Kombination mit dem WFT-E2 wurden die erfolgreich versendeten Bilder (egal ob über Funk oder via RJ45) via SET-Taste mit “o” gekennzeichnet (fehlerhafte mit “x”). Dieses kleine, aber feine Detail fehlt leider bei der 1D X gänzlich. Sah man früher auf den ersten Blick sofort welche Bilder weg waren, so muss man dies nun umständlich über das Menü “Bildübertragung” nach schauen und kontrollieren gehen (dort sind “o” und “x” vorhanden. Ich hoffe schwer, dass ein Firmware Update dieses Feature noch nachliefert und in der normalen Bildbetrachtung integriert wird.
Auch von den ersten professionellen Naturfotografen wie Andy Rouse bekommt sie sehr gute Reviews.
Canon ist hier wohl der große Wurf gelungen. Die ersten Erfahrungen mit dem AF und hohen ISO Werten in der Naturfotografie scheinen durchwegs sehr positiv zu sein was ich gelesen habe.
Und mit 18 MP und nur 4 MP weniger als die 5D III eignet sich die 1DX auch nebenbei noch hervorragend für die Landschaftsfotografie.
Da will man auch eine haben!
Wenn jetzt noch ein Firmware Fix kommt der AF bei f8 möglich macht (wenigstens mit dem zentralen AF Messfeld) wäre die 1DX perfekt, aber auch ohne AF bei f8 schon ein Traumgerät.
Weiter so, Canon!
Markus