CANON und die EURO 2012
Wer sich die abendlichen Übertragungen der Fußballspiele ansieht, der kann sich des Eindrucks nicht erwehren, die ganze Veranstaltung sei fest in “CANONs Hand”. Unübersehbare Bandenwerbung und dauernde Einblendungen sind unübersehbar.
Aber wie sieht es bei den Fotografen aus, was passiert am Stadionrand, wie kommen die Profis mit Ihrem Equipment mit den teilweise heftigen Wolkenbrüchen klar? Einen kleinen Einblick in die Tagesarbeit ist nicht nur in den vielen facebook-Postings zu sehen, sondern es gibt – besonders von den THOMSON-REUTERS Fotografen – auch herrliche Berichte und Bildstrecken, die einen überragenden Qualitätseindruck hinterlassen.
Kai Paffenbach/Thomson-Reuters kommt bei CANON auf der CPN Seite zu Wort. Und viele seiner Kollegen veröffentliche Ihre Tagesergebnisse hier: z.B.Schweden gegen Frankreich , Kroatien gegen Spanien . Geniessen Sie einfach die wunderbaren Bildstrecken, fast alles ist fotografiert mit CANON EOS 1 Dx.




Hallo in die Runde,
das sehe ich genauso wie viele andere Vorposter hier zum Thema.
Das gute Bild macht schließlich immer noch der/die fähige Fotograf/in und nicht die Kamera. Die Technik kann nur unterstützend wirken und die Arbeit erleichtern. Drück einen Noob eine EOS 1D X in die Hand und freu dich danach an den „Ergebnissen“. Drück einem fähigen Fotografen eine EOS 1100 D in die Hand und staune am PC-Monitor, was dort an „Wow-Aufnahmen“ rauskommt.
Ich finde diese aus dem Ruder gelaufene Preis-Pixel-Materialwettrüsterie mittlerweile sowieso irgendwie nur noch krank.
Brauche ich wirklich 12 B/s?
Drucken die meisten Zeitungen eh nur mit 180 dpi und halbseitiger Größe.
Muß eine gute Digitalkamera, die mir gute Ergebnisse liefert wirklich 6500 € kosten?
Wieviel Bilder muß ich verkaufen, damit sich die Kamerakosten refinanzieren und wie lange dauert das?
Wie schnell ist die technische Entwicklung in diesem Zeitraum vorangeschritten und wie hoch dadurch mein Equipment-Wertverfall?
Wie finanzieren die meisten EOS 1D X Käufer/innen eigentlich diese Kamera?
Habt ihr alle so potente Auftraggeber, die euch für eure Arbeiten mit tausenden von Euros honorieren?
Die Meinung und Ansicht anderer Kollegen/innen würde mich wirklich mal interessieren!
Gut Licht
Stefan Diehl
@John: That´s it…
Wirklich lustig, es scheint wichtiger zu sein, dass die Bilder mit C anstatt N gemacht worden sind als die Qualität der Bilder an sich. Die auf den Blogs gezeigten lassen sich sicherlich system-unabhängig machen. Aus den EXIF-Dateien geht auch nicht hervor, mit welcher Kamera die Bilder gemacht werden.
Aber das ist wie mit dem FC Bayern (beliebiger anderer Verein ist auch möglich): manchen ist es eben wichtiger, dass der FCB verliert als das der eigene Verein gewinnt
Alles wird gut,
Gruß an Herrn Bothe
PL
Wonderful to see this recognition of my friend Kai, one of the world’s best photojournalists and best football photographers.
Das wichtigste ist immer noch die Bildgestaltung / Bildaussage. Und die wird nicht in sondern vor allem hinter der Kamera gemacht.

Herzliche Grüße
Klemens Karkow
Nachtrag!
Lieber Klaus,
hätte 1977, als ich bei Canon anfing, ein Fotograf nicht bessere Bilder gemacht, mit einer analogen, manuell scharfzustellenden F 1, hätte er wenig Chancen auf Weiterbeschäftigung gehabt. Wozu braucht man denn bei diesen Bildern einen AF?
Diese Bilder sind inhaltlich sehr enttäuschend!
Gruß
Jürgen
Moin moin!
Wir sollten doch mal die Kirche im Dorf lassen.
Dass immer mehr “Fotografen” mit immer mehr Unterstützung durch die Kamera einigermaßen nette Bilder machen, lässt mich ehrlich gesagt schmunzeln! Es wäre, lieber Klaus, in der “dünnen Luft ” der Spitzenklasse sehr viel hilfreicher, wenn die Herren Bildjournalisten eine fundierte Ausbildung hätten. In meinen Workshops habe ich den Eindruck, dass es mit der Fotoausbildung sehr schlecht bestellt ist.
Und aus meiner langen Erfahrung (zur Erinnerung: Die “Stammtische” sind auf meinem Mist gewachsen!) weiß ich um dieses Problem.
Von Spitzenklasse habe ich da nichts gesehen, kleine Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn ich mich an Bilder erinnere, die ein Schlegelmilch mit einer alten analogen Kamera gemacht hat, dann krempeln sich mir die Fingernägel auf, wenn ich die “Bildchen” der
“Spitzenklasse” sehe, die außer Pixelmenge und Autofokusleistung nichts zu bieten haben.
Nichts für ungut, aber die Technikdiskussion geht mir auf den Keks!
Gruß
Jürgen
Unruheständler
Na ja, lieber Herr Bothe, Ihr Enthusiasmus für Canon in allen Ehren, aber auf den Webseiten der Sportfotografen kann man nun ja nicht unbedingt erkennen, das hier Bilder gemacht wurden, die vorher nicht machbar waren. Teilweise sind die Bilder ja regelrecht zermatscht worden. Womit? Keine Ahnung. Allerdings reichen die Pixies immer noch für den groben Zeitungsdruck. Warum verkaufen Sie eigentlich noch Nikon?
VG aus dem Westerwald
Ingo Gerlach
Lieber Herr Gerlach, die Sport- und insbesondere die Fußballfotografen können an Hand der Aufnahmepositon und – situation sehr wohl erkennen, was das neue System leistet. Die Bilder sind natürlich nicht in HighRes zum Pixel-Schärfe-Vergleich im Netz eingestellt worden, aber das ist Ihnen ja klar. Zum Thema NIKON: hier sind nur wenige D 4 gut, der Rest macht Schwierigkeiten, wie wir immer wieder von den Sport- und Presse-Fotografen hören. Klassisch war folgender Fall einer großen internationalen Nachrichtenagentur, der mir gestern berichtet wurde. Hier laufen bei dem Chef-Editor alle Bilder von der EURO zusammen, er sucht die besten Schüsse für den weltweiten vertrieb aus. Die Agentur arbeitet gemischt mit NIKON D 4 und EOS 1 Dx. Einer der NIKON D 4 Anwender, und das war ein Vollblut-Profi, war sich sicher, dass seine D 4 “scharfe” Bilder produziert. Aber erst im Vergleich zu den EOS 1 Dx Bildern der Kollegen beim Editieren sind erhebliche Schärfeunterschiede deutlich geworden.
Es geht hier nicht um einen Propaganda-Feldzug gegen NIKON, sondern um einen Hinweis auf Performance und Schärfeunterschiede, die für unsere professionell arbeitenden Fotografen wichtig sein können. Natürlich kann man auch gute Bilder mit (fast) allen anderen Systemen machen, aber in der “dünnen” Luft der Spitzenklasse sind solche Unterschiede sehr wichtig. So wird. m.E. im Moment auch die D 800 mit ihren Ergebnissen deutlich überschätzt, da alle nur nach Auflösung suchen und nicht auf die gesamte Bildqualität achten.
What Klaus Bothe says is correct. Several years ago many Canon users were embracing the Nikon D3. With the arrival of the 1DX many of my Nikon colleagues are expressing their wish to switch back to what they have discovered is a superior professional tool. There is no propaganda campaign here. Only facts.
Lieber Herr Bothe,
der Markt definiert die “dünne Luft der Spitzenklasse”. Klar. Kein Kamerasystem vermag dies zu leisten.
Ich denke, hier wird eine Marke wie Canon wieder hochgelobt,die in den letzten Jahren Marktanteile an den gelben Konkurrenten abgeben musste. Vielleicht dreht sich jetzt der Spieß zu Gunsten des roten Wettbewerbers? Wer weiß? Fakt ist, dies treibt die Kontrahenten an, stets bessere Produkte zu entwickeln und zu bauen für, ja für was eigentlich? Sicherlich in erster Linie für den Unternehmensprofit und das Gewinnstreben der Aktionäre. Ist ja auch gut so. Aber wie Herr Denter weiter oben ausführte, wie wurden denn die Bilder in den 70er und 80er Jahren gemacht? Sicherlich ein unerschöpfliches Thema, gut geeignet für den Fotostammtisch;-))
Herzliche Grüße
Ingo Gerlach
immer noch aus dem trüben Westerwald
We photographers, whichever camera system we use, benefit from the competition between the companies which make and sell our equipment. If they were not trying to jump over each other and gain dominance in market share we photographers would be the poorer for it. Great photographers have always managed to make great pictures, even when they might have been working with equipment which, today, might make us laugh, or cry. But make no mistake, thanks to these technical improvements, today we enjoy the ability to make pictures, and do things with them more easily, that would have been hard to imagine when many of us began in photography. I sometimes daydream about what Ernst Haas or Cartier-Bresson might have done with the tools we have available to us today. And it will only get better. But as good as these cameras and lenses become, they are still only tools. It is the eye and the mind behind the camera that will always matter the most.